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Komet C/2004F4 Bradfield
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Der Komet C/2004F4 Bradfield wurde erst im Februar 2004 vom australischen
Amateurastronomen Bradfield entdeckt. Um den 25/26. April 2004 herum muß
C/2004F4 fast mit dem bloßen Auge zu sehen gewesen sein. Danach lies seine
Helligkeit aber drastisch nach.
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Da ich mal wieder die "gute" Zeit verpaßt hatte und erst ab 28. April mich
auf die Kometenjagd machte wurden die Aufnahmen natürlich nicht mehr ganz
so gut. Hinzu kam, daß es auf Vollmond (4.5.2004) zuging und C/2004F4 erst
kurz vor der Morgendämmerung aufging.
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Ein erster Versuch am 28. April in der Nähe von Füssen, nur mit Kamera und
Stativ bewaffnet brachte zwar einen tollen Eindruck der Sommermilchstraße und
einige Bilder, nur vom Kometen war nix zu sehen!
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Ein nächster Versuch am Morgen des 01. Mai an der VdS-Sternware in Kirchheim
bei Erfurt führte zunächst auch zu Frustration. Auf den Rohbildern war beim
besten Willen kein Komet zu finden. Auch im Fernglas war nichts von einem
nebligen Fleckchen oder einem Schweif zu erahnen, obwohl M31, die Andromedagalaxie,
wunderbar im Fernglas zu beobachten war. Also einfach mal die Kamera (Nikon D70)
auf die Montierung (EQ-5) und mit einem Weitwinkel 20 Aufnahmen à 30s bei
ISO800 aufgenommen.
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Beim Stacken der Aufnahmen mit Iris dann die Überraschung: Da war doch tatsächlich
ein Komet an der richtigen Stelle (siehe Aufnahme oben und unten).
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Davon angespornt und wieder zurück zuhause ging's am 2. Mai morgens Richtung
Welzheim. In der Nähe der Sternwarte (Lettenstich) die Montierung aufgebaut,
Kamera mit Weitwinkel drauf, in Richtung Andromeda gezielt und eine Aufnahme
nach der anderen ausgelöst.
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So ganz nebenbei mit dem Fernglas den Himmel erkundet. M31, die Andromedagalaxie
war wunderschön zu sehen, von C/2004F4 kein Spur im Fernglas! Ok, ab ins Zenit,
die Leier mit dem Doppelstern Epsilon, eine Andeutung von M57, trotz Vollmond.
Der Hammer war aber M13, der Kugelsternhaufen im Herkules. M13 stand genau im
Zenit und ich hatte das Gefühl im Fernglas einzelne Sterne in M13 sehen zu können...
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Kaum wieder zuhause habe ich die Bildbearbeitung (Iris) wieder angeworfen. Zunächst
nur Probleme, das Stacking ging nicht richtig. Mit etwas mehr probieren hat es dann
doch geklappt, aber wenn ich alle 100 Bilder addiert habe, dann war der Komet
vom Morgengrauen überstrahlt. Also einfach mal 30, 50 und 70 Bilder addiert. Leider
hat die Helligkeit von C/2004F4 Bradfield schon in der einen Nacht seit dem 1. Mai
schon wieder deutlich abgenommen.
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Die Bilder unter sind alle aus 70 Aufnahmen à 30s @ ISO800 mit einer Nikon D70 auf einer
EQ-5 Montierung gestackt. Die drei Darstellungen sind das Resultat etwas unterschiedlicher
Bearbeitung.
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